Computerspiele sind und bleiben Kulturgut

Foto: picture alliance / dpa
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Deutschland ist weltweit der stabilste Markt für digitale Spiele. Computer- und Videospiele erbringen zunehmend mehr Umsatz als der Film, sie werden auch in ihren Geschichten und der künstlerischen Verarbeitung immer komplexer und anspruchsvoller. Digitale Spiele sind wie Filme mittlerweile hochwertige künstlerische Erzählungen und werden von vielen als das Leitmedium des 21. Jahrhunderts bezeichnet.

Der Deutsche Computerspielpreis ist die wichtigste Auszeichnung für Computerspiele in Deutschland. Damit sollen sowohl qualitativ hochwertige, als auch kulturell und pädagogisch wertvolle Computerspiele prämiert werden – Kategorien, die sich längst nicht mehr ausschließen, sondern wie im Fall der Favoriten für den Computerspielepreis immer häufiger zusammenfallen.

Aus diesem Grund hat der Deutsche Bundestag 2007 auf wesentliche Initiative der SPD-Bundestagsfraktion diesen Preis zusammen mit der Computerspielewirtschaft initiiert. Der Erfolg spricht für sich. Für die nunmehr sechste, alljährlich zwischen Berlin und München wechselnde Verleihung wurden so viel digitale Spiele Made in Germany wie noch nie eingereicht. Das spricht für die Bedeutung des Mediums Computerspiele für den Standort Deutschland.

Umso wichtiger ist es, hier nicht stehen zu bleiben. Auch wenn die Verantwortung innerhalb der Bundesregierung für den Deutschen Computerspielpreis und die Stiftung Digitale Spielekultur von der Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) zum Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur gewechselt ist, muss klar sein, dass die kulturelle Bedeutung von digitalen Spielen nicht infrage gestellt werden darf, sondern stattdessen weiter gefördert wird. Nicht nur die Stiftung Digitale Spielekultur zeigt, welche Chancen – aber auch Risiken – das Medium mit sich bringt. Dem Koalitionsvertrag entsprechend gilt es, die hier geleistete Auseinandersetzung und Förderung kulturell und pädagogisch wertvoller digitaler Spiele in Deutschland auszubauen.

Computerspielen ist eine neue Kulturtechnik. Wie andere Länder auch sollten wir weiter daran arbeiten, die Computer- und Videospielindustrie als strategisch wichtige Industrie und das Computerspiel als Kulturgut zu fördern, die Branche im internationalen Wettbewerb zu unterstützen und eine umfassende Förderstrategie zu entwickeln. Neben dem Deutschen Computerspielpreis und der Stiftung Digitale Spielekultur gehören auch die verschiedenen Ansätze und Akteure zur Stärkung der Medienkompetenz dazu und sollten eingebunden werden.

Internetenquete muss zum Motor der netzpolitischen Debatte werden

Lars Klingbeil

Die Digitalisierung verändert die Welt in der wir leben, arbeiten und wirtschaften und auch die politischen Prozesse müssen sich verändern. Die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft ist mit vielen Hoffnungen für die Netzpolitik gestartet: ein netzpolitischer Neustart, eine Denkfabrik für die politische Gestaltung der Digitalen Gesellschaft, ein Experimentierfeld für neue Möglichkeiten der politischen Partizipation. Diesem hohen Anspruch ist die Internetenquete bisher nur bedingt gerecht geworden. Die Internetenquete muss die inhaltliche Debatte über die politische Gestaltung der Rahmenbedingungen einer digitalen Gesellschaft in den Mittelpunkt  stellen und darf nicht länger auf Taktiererei, parteipolitische Reflexe und Verfahrensfragen setzen, um Debatten von vornherein zu verhindern.


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Zwischenbericht Medienkompetenz veröffentlicht

Die Internetenquete hat ihren zweiten Zwischenbericht “Medienkompetenz” und ihre Handlungsempfehlungen zur Förderung der Medienkompetenz (BT-Drs. 17/7286) veröffentlicht. Diesen Bericht hat die Internetenquete am 27. Juni 2011 weitgehend einvernehmlich beschlossen.


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Schutz von Kindern und Jugendlichen: Aktionsplan bleibt unkonkret

Aydan Özoğuz

Die Vorlage des Aktionsplans 2011 zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung ist längst überfällig. Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt daher, dass die Bundesregierung nunmehr endlich diesen Aktionsplan beschlossen und vorgelegt hat.


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Mittel für Medienkompetenz-Forschungsprogramm beantragt

Nachdem die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft vor der Sommerpause ihren Zwischenbericht Medienkompetenz einstimmig beschlossen hat, hat die SPD-Bundestagsfraktion im Rahmen der heutigen Haushaltsberatungen im Ausschuss für Kultur und Medien eine erste Initiative zur Umsetzung der dort formulierten Handlungsempfehlungen eingebracht.


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Koalition stellt Erfolg der Internetenquete in Frage

Lars Klingbeil

Die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft wollte heute die Beratung des  Zwischenberichtes abschließen und die Berichtsteile der Projektgruppen Urheberrecht, Netzneutralität und Datenschutz verabschieden. Zunächst hat die Koalition bei der Abstimmung der Handlungsempfehlungen der Projektgruppe Urheberrecht mehrere Abstimmungen verloren, weil ein Teil der von CDU/CSU und FDP benannten Sachverständigen für Vorschläge der Oppositionsfraktionen votierten. Daraufhin hat die Koalition mit leicht durchschaubaren Geschäftsordnungstricks und mit ihrer Verfahrensmehrheit die abschließende Beratung der Berichtsteile Datenschutz und Netzneutralität von der Tagesordnung nehmen lassen und die Abstimmung auf den Herbst verschoben.


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Enquete verabschiedet Zwischenbericht Medienkompetenz

Erfreulich und hervorzuheben ist zunächst, dass über die Bedeutung von Medienkompetenz und deren Rahmenbedingungen über alle Fraktionen hinweg in der Enquete-Kommission große Einigkeit besteht. Dies betrifft auch die Annahme, dass es sich bei der Gewinnung von Medienkompetenz nicht nur um ein Thema für Kinder und Jugendliche handelt, sondern vielmehr alle angesprochen sind. Die SPD-Fraktion und die von ihr benannten Sachverständigen haben hier den Begriff der „digitalen Selbständigkeit“ in die Arbeit der Kommission eingebracht. Damit ist das Ziel gemeint, dass jeder Bürger und jede Bürgerin in der Lage sein soll, alle Möglichkeiten der „Digitalen Gesellschaft“ möglichst selbständig nutzen und – anders herum – sich vor allen damit verbundenen Risiken möglichst gut schützen zu können.


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Die Freiheit, die wir uns nehmen

Petra Kammerevert

Über Netzsperren und Beschränkungen der virtuellen Welt

Der jüngste IT-Gipfel ist Vergangenheit. Von ihm bleibt nur ein schaler Nachgeschmack haften: Wir brauchen irgendwie mehr Sicherheit im Netz aber wie, wissen wir nicht so genau. Jeglichen Debatten um Digitalisierung und der dynamischen Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie in jüngster Zeit ist zweierlei gemein: Es werden

1. ausufernde Debatten über Einzel-Phänomene des Internets geführt, denen

2. regelmäßig die Überlegung zu Grunde liegt, dass das Internet potenziell gefährlich ist.

Diese Debatten führen zu nichts.


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Medienkompetenz: Chancen in den Mittelpunkt

Aydan Özoğuz

Die digitalen Medien prägen weite Teile unseres täglichen Lebens, sowohl im privaten wie auch im beruflichen Umfeld. Medienkompetenz ist ein Thema, das alle Generationen angeht.  Der kompetente Umgang gerade mit neuen Medien entscheidet schon heute über Berufs- und Bildungschancen. Für die Zukunft ist es wichtig, vor allem die Chancen des Internets für die Wissensgesellschaft in den Mittelpunkt der Bemühungen für eine bessere Medienkompetenz zu stellen. Bei politischen Projekten muss es vor allem darum gehen Kindern und Jugendlichen die vielen Chancen der digitalen Welt zu eröffnen und ihnen einen sicheren, kompetenten, kreativen und gestaltenden Umgang mit dem Internet zu ermöglichen .Alle Experten waren sich bei der heutigen Anhörung einig, dass im Bereich der Vermittlung von Medienkompetenz noch größere Anstrengungen unternommen werden müssen.


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