Medienpolitischer Kongress: „Wert des Journalismus“- #spdmk

(Foto: BilderBox.com)
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Einladung zum Medienpolitischen Kongress zum „Wert des Journalismus“ – Hashtag:   #spdmk – am Freitag, den 7. Juni 2013, um 14:00 Uhr im Fraktionssaal der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin.

Der Journalismus steht vor gewaltigen Herausforderungen. Sinkende Absatzzahlen und Schließungen von Redaktionen prägen das Bild im Printbereich, während der Onlinejournalismus nach wie vor auf der Suche nach tragfähigen Geschäftsmodellen ist. Gleichzeitig bringen Digitalisierung und verstärkter Medienkonsum im Internet auch Veränderungen für den Rundfunk mit sich.

Die grundsätzliche Frage ist, wie viel guter Journalismus einer Gesellschaft wert ist. Dabei geht es nicht nur um Verwertungsketten und neue Geschäftsmodelle, sondern auch darum, wie wir einen freien, unabhängigen und qualitativ hochwertigen Journalismus in der digitalen Gesellschaft erhalten können.

Journalistische Inhalte sind ein besonderes Gut, das mehr als nur einen wirtschaftlichen Wert hat. Medien sind für eine funktionierende demokratische Gesellschaft unerlässlich. Deshalb ist der freie und unabhängige Fluss von Informationen im Grundgesetz garantiert. Verschwinden Zeitungen oder Radiosender vom Markt, geht immer auch ein Stück Meinungsvielfalt verloren.

Was kann eine sozialdemokratische Medienpolitik tun, damit diese Veränderungen den besonderen „Wert des Journalismus“ nicht gefährden? Wie lassen sich die Rahmenbedingungen für Unabhängigkeit, Vielfalt und Qualität im Journalismus verbessern? Wie kann der Spagat zwischen wirtschaftlichen und öffentlichen Interessen gelingen? Wie verändert sich Journalismus?

Zu diesen und anderen Fragen möchten wir mit Gesche Joost und Olaf Scholz, vielen renomierten Fachexperten und Ihnen diskutieren. Wir laden Sie herzlich zu unserem Medienpolitischen Kongress zum „Wert des Journalismus“ ein und freuen uns auf einen spannenden Nachmittag.

Mit den besten Grüßen
Ihre SPD-Bundestagsfraktion

Martin Dörmann, MdB

Medienpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion


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SPD stellt Positionspapier zum Urheberrecht vor

Burkhard Lischka

Der Streit um das Urheberrecht hat sich zu einem der zentralen Konflikte der digitalen Gesellschaft entwickelt. Im Sommer 2012 haben wir zwölf Thesen für ein faires und zeitgemäßes Urheberrecht vorgelegt, die zum Ziel hatten, den Rahmen für die weitere Diskussion um den bestehenden Anpassungsbedarf im Urheberrecht abzustecken und das Spannungsfeld aufzuzeigen, in dem wir uns bewegen.

In Dialog und intensiven Austausch mit allen beteiligten Akteuren haben wir diese Thesen fortentwickelt zu einem Konzept „Für ein faires und zukunftsfähiges Urheberrecht – Herausforderungen der digitalen Welt annehmen“, das versucht, den Erfordernissen neuer digitaler Entwicklungen Rechnung zu tragen und die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kreativen und Kulturschaffenden, Verwerter und Nutzerinnen und Nutzer in Einklang zu bringen. Wir wollen damit auch einen Beitrag leisten, das Bewusstsein für den Stellenwert von Kultur und kreativem Schaffen in unserer Gesellschaft zu festigen.

Positionspapier „Für ein faires und zukunftsfähiges Urheberrecht – Herausforderungen der digitalen Welt annehmen“ (PDF-Datei)

Transparenz als Grundeinstellung: SPD legt neues Informationsfreiheits- und Transparenzgesetz vor

Quelle: Bilderbox
Quelle: Bilderbox

Die SPD-Bundestagsfraktion hat heute den Entwurf eines Gesetzes zu Stärkung von Informationsfreiheit und Transparenz unter Einschluss von Verbraucher- und Umweltinformationen – Informationsfreiheits- und Transparenzgesetz in den Deutschen Bundestag eingebracht.

Worum geht es?

Die SPD stellt die Behörden bereits im Betriebssystem auf Transparenz. Wir brauchen einen Kulturwandel in der Verwaltung. Es wird Zeit für eine Revolution der Offenheit in den Ämtern: Ein moderner Staat hat keine unnötigen Geheimnisse vor seinem Auftraggeber, dem Volk. Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, dass Handeln von Regierung und Verwaltung transparent ist. Transparenz ist konstitutiv für Demokratie und Rechtstaat. Transparenz stärkt die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, erleichtert Planungsentscheidungen, wirkt Staatsverdrossenheit entgegen und erschwert Manipulationen und Korruption. Transparenz ist Voraussetzung für das Funktionieren der sozialen Marktwirtschaft.


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Öffentliche Anhörung zur Patentierung von Computerprogrammen

Der federführende Rechtsausschusses führt am kommenden Montag eine Öffentliche Anhörung zum interfraktionellen Antrag der Fraktionen der CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen „Wettbewerb und Innovationsdynamik im Softwarebereich sichern – Patentierung
von Computerprogrammen effektiv begrenzen“ (BT-Drs. 17/13086)
durch.

Mit diesem Antrag fordern die Fraktionen die Bundesregierung auf, Softwarepatente effektiv zu begrenzen und zu gewährleisten, dass Computerprogramme grundsätzlich urheberrechtlich geschützt blei­ben und dieser Schutz nicht durch die Erteilung von Patenten auf bestimmte Softwarekomponen­ten ausgehebelt werden darf.


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Netzpolitischer Workshop der Friedrich-Ebert-Stiftung und der SPD-Bundestagsfraktion: „Quo vadis Netzpolitik – was folgt auf die Internetenquete?“

DBT
DBT

Aktualisierung des Programmablaufs

Die Internetenquete hat ihre Arbeit abgeschlossen und ihre Berichte und Handlungsempfehlungen an den Deutschen Bundestag vorgelegt. Ihr wichtigstes Ziel hat die Internetenquete erreicht: Es ist nach den intensiven netzpolitischen Diskussionen in den zurückliegenden drei Jahren gelungen, das  Thema Netzpolitik im Parlament neu zu verankern. Darüber hinaus ist es der Kommission gelungen, eine umfassende Bestandsaufnahme zu den vielen  Herausforderungen der digitalen Gesellschaft vorzulegen und – zum Teil auch mit den Stimmen aller Sachverständigen und Fraktionen – konkrete  Handlungsempfehlungen zu verabschieden. Jetzt stellt sich die Frage: Was folgt auf die Internetenquete?

Die Friedrich-Ebert-Stiftung und die SPD-Bundestagsfraktion laden ein zu  einem netzpolitischen Workshop am 16. Mai 2013 von 14.30 – ca. 17.00 Uhr in die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin, um eine Bilanz der Arbeit der  Internetenquete zu ziehen und vor allem um die Frage zu stellen, wie es  weitergeht in der Netzpolitik. Die Internetenquete hat zahlreiche wichtige Handlungsempfehlungen vorgelegt, die es umzusetzen gilt. Diese reichen von  der einstimmig empfohlenen Einrichtung eines Ausschusses „Internet und digitale Gesellschaft“ sowie eine entsprechende Spiegelung im Bereich der Exekutive über den Ausbau von Transparenz und den verstärkten Einsatz von neuen Beteiligungsmöglichkeiten bis hin zur Weiterentwicklung des Arbeitsrechtes, um die Potenziale und Freiheitsräume digital vernetzter Arbeit zu heben. Über diese Fragen möchten wir mit renommierten Experten, den Mitgliedern der Internetenquete und mit Ihnen diskutieren.


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Öffentliche Anhörung im UA Neue Medien zum Thema „Änderung des Telemediengesetzes“ sowie „Potentiale der WLAN-Netze“

Quelle: Bilderbox
Quelle: Bilderbox

Der Unterausschuss Neue Medien führt am Montag, dem 13. Mai 2013 eine Öffentliche Anhörung zum Thema „Änderung des Telemediengesetzes“ sowie „Potentiale der WLAN-Netze“ durch. Gegenstand der Anhörung sind ein Gesetzentwurf der Fraktion DIE LINKE zur Änderung des Telemediengesetzes (BT-Drs.  17/11137) und ein Antrag der SPD-Fraktion „Potenziale von WLAN-Netzen nutzen und Rechtssicherheit für WLAN-Betreiber schaffen“ (BT-Drs. 17/11145).

Beide Initiativen zielen darauf ab, die bestehende Rechtsunsicherheit – die der Hauptgrund für das Stagnieren des Ausbaus von WLAN-Zugängen ist – zu beseitigen.  Die Rechtsprechung hat hohe Hürden für das Betreiben privater WLAN-Zugänge aufgestellt, die letztlich dazu führen, dass es keine oder nur sehr wenige private offene Netze gibt. Dies betrifft insbesondere Fragen der Haftung für die Anbieter, die befürchten müssen für die Handlungen der Nutzer in ihrem Netz haftbar gemacht werden. Aber auch bei den gewerblichen Anbietern, etwa im Hotel- und Gaststättenbereich, stellt der Betrieb von frei und allgemein zugänglichen Funknetzen ein beträchtliches Risiko dar, weil nicht abschließend geklärt ist, ob und inwieweit sie sich auf die Haftungsreglungen des Telemediengesetzes berufen können.


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Öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf der SPD für ein Presseauskunftsgesetz

dpa/picture-alliance
dpa/picture-alliance

Am kommenden Montag, dem 13. Mai 2013, findet im Innenausschuss des Bundestages eine öffentliche Anhörung zum  Gesetzentwurf der SPD für ein Gesetzes zur Auskunftspflicht von Bundesbehörden gegenüber
der Presse (Presseauskunftsgesetz – BT-Drs. 17/12484)  statt.

Der Gesetzentwurf ist aufgrund eines kürzlichen Urteils des Bundesverwaltungsgerichts notwendig geworden. Dieses hatte festgestellt, dass die Landespressegesetze Bundesbehörden kompetenzrechtlich nicht verpflichten können, obwohl es jahrelang gängige Praxis war, dass sich auch Bundesbehörden an ihrem jeweiligen Sitz entsprechend den einschlägigen Landespressegesetzen behandeln lassen. Zugleich hat das Gericht aber betont, dass der Presse auf Grundlage von Artikel 5 des Grundgesetzes Auskunftsrechte garantiert sind. Allerdings ist es so, dass es ohne eine konkrete bundesgesetzliche Regelung unklar bleibt, wie weit dieser Anspruch geht. Die Presse wäre somit lediglich auf einen minimalen Grundstandard verwiesen und müsste ihre Rechte in langwierigen Gerichtsverfahren erstreiten. Diese Unsicherheit wollen wir mit dem vorliegenden Gesetzentwurf schnell beseitigen.

Als Sachverständige sind eingeladen:

  • Professor Dr. Emanuel Burkhardt
  • Professor Dr. Matthias Cornils
  • Frau Cornelia Haß
  • Herr Benno Pöppelmann
  • Dr. Angela Rapp
  • Herr Professor Michael Sachs.

Die Anhörung findet von 14:00 – 16:00 Uhr im Paul-Löbe-Haus im Raum E 600 statt und ist öffentlich. Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer werden gebeten, sich beim Sekretariat des federführenden Innenausschusses unter Angabe des vollständigen Namens und des Geburtsdatums per Mail an innenausschuss@bundestag.de zur Anhörung anmelden.

Ein Live-Stream ist leider nicht vorgesehen. Allerdings ist die Anhörung zeitversetzt ab circa 17 Uhr in der Mediathek des Bundestages abrufbar.

Social Networks Kodex geplatzt: Selbstregulierung kein Allheilmittel

Gerold Reichenbach
Foto: Corinne van den Broek

Der Bundesinnenminister Friedrich hat die vorgesehene Selbstregulierung von Sozialen Netzwerken für gescheitert erklärt. Wir haben von Anfang an  bezweifelt, dass eine Selbstverpflichtung für eine Selbstregulierung durch Facebook, Google und Co. nach deutschen Datenschutzmaßstäben erfolgen kann. Nun zeigt es sich, dass die großen Internetunternehmen nicht bereit sind, ihre gängige, datenschutzferne Praxis durch einen freiwilligen Akt selbst zu beschränken.

Wir haben immer davor gewarnt, dass Selbstverpflichtungen nicht als Allheilmittel für den Datenschutz in der digitalen Wirtschaft angesehen werden dürfen. Selbstregulierung kann zwar grundsätzlich ein Bestandteil  für einen effektiven Datenschutz sein. Dieser bedarf aber – insbesondere  wenn es in den Bereich des Grundrechtsschutzes geht – gesetzlicher Regelungen. So sehen wir Selbstverpflichtungen dort als sinnvoll an, wo es um Detail- und Ausgestaltungsfragen und nicht um den grundsätzlichen Rechtsrahmen für den Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung  geht.

Dass Selbstverpflichtungen nicht die optimale Lösung für alles sein können  und dass die Unternehmen zudem auch kein Interesse daran haben, scheint offensichtlich nun auch der Bundesinnenminister erkannt zu haben. Zumindest verlautbart er dies in seinen Mitteilungen. Dass aber die schwarz-gelbe Bundesregierung sich tatsächlich für rechtliche Regelungen im Bereich des Datenschutzes in Sozialen Netzwerken einsetzen  wird, muss weiterhin bezweifelt werden. Denn weder hat die schwarz-gelbe Bundesregierung die E-Privacy-Richtlinie, die das Setzen von Cookies nur bei vorheriger Einwilligung erlaubt und die bis Ende Mai 2011 in Deutschland umgesetzt werden sollte, umgesetzt. Noch hat sie die vorgesehenen Regelungen zu den sozialen Netzwerken, die aktuell im Rahmen der EU-Datenschutz-Grundverordnung verhandelt werden, entsprechend unterstützt. Auch in der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft hat die schwarz-gelbe Koalition jegliche konkreten Vorschläge zur Verbesserung des Datenschutzrechts verhindert. Es ist Augenwischerei, wenn die schwarz-gelbe Bundesregierung jetzt plötzlich auf europäischer Ebene Regelungen fordert, auf nationaler Ebene aber selbst nichts für den Datenschutz tut.