In deutschen Landen

Heute: die Gurkenkönigin

Gegenden in Deutschland, in denen die Gurken besonders gepflegt werden, kennen die
Institution der Gurkenkönigin.
So gibt es eine bayerische Gurkenkönigin.
Es gibt auch eine Gurkenkönigin in Hessen, im Ried, da wo die Gurken „Gummern“ heißen.
Wir empfehlen für die Chefin einer Gurkentruppe die Wahl zur Gurkenkönigin im hessischen
Biblis.
Biblis hat Vorteile. Man muss da als Königin nicht selbst strahlen, dafür gibt es gleich zwei
Blöcke. Laufzeitverlängerung fürsorglich angestrebt.
Und in Hessen gibt es dem Vernehmen nach keinen Koch mehr, der Gurken einmachen
würde.
Und während von den dortigen Wildsäuen nicht bekannt ist, dass sie Gurken fressen, ist von
Brüderle von der anderen Rheinseite nur bekannt, dass er Weinköniginnen küsst.

Zwei Anmerkungen

Königshaus

Der neue Wehrbeauftragte will Verfassungsorgan werden.
Wir sollten ihn mit Namen in die Verfassung schreiben.
Dann wären wir eine Monarchie und die FDP wäre gerettet.

Kanzler U-Bahn

Die Kanzlerin erinnert immer mehr an die Berliner Kanzler U-Bahn:
unterirdisch, auf kurzer Strecke hin und her fahrend, wenig Anhänger.

Nun bloggt mal schön

Hätte Theodor Heuss gesagt. Ich mach auch mit, ich hab‘s gelernt, auch wenn ich eigentlich auf einer manuellen Schreibmaschine zu tippen gewohnt bin und in der Schule mir Schreiben in Sütterlin beigebracht wurde, was ich immer noch kann, auch wenn die meisten gar nicht mehr wissen, was das überhaupt ist und gar nicht mehr lesen können, was ich in Sütterlin schreib und das dann auf meine Handschrift schieben, was aber nicht stimmt. Aber das Leben geht weiter, die Technik entwickelt sich und ich, der eigentlich altmodische bin auch dabei, real, nicht nur virtuell, jedenfalls könnt ihr lesen was ich hier schreibe.

Das Netz ist eine wichtige Sache, ich arbeite ständig damit und deshalb ist es richtig, dass sich eine Enquete-Kommission damit beschäftigt, die nicht nur aus Politikern besteht, sondern auch aus Sachverständigen, wobei auch Politiker sachverständig sind, aber das Ganze auch unter anderen Aspekten betrachten, die mehr berücksichtigen als die Überlegungen derer, die am Netz arbeiten, weil die Entwicklung der Technik viele Möglichkeiten eröffnet und neue schafft, aber auch Fragen aufwirft, die man klären muss und die kontrovers sind und das kann eigentlich nur die Politik klären. Dafür ist sie da. Aber dazu muss sie sich informieren und die anhören und sich mit ihnen zusammen und in der Sache auseinandersetzen, die sich mit dem Netz beschäftigen, was wissen, was meinen, was wollen und was mitzuteilen haben.

Also dann los.

Erfolgsmeldung

Man glaubt es kaum. Schwarz-gelb hat etwas zustande gebracht.

Und ein Gesetzgebungsverfahren erfolgreich abgeschlossen.

Das Kraftfahrzeugsteuergesetz wird novelliert. 2. und 3. Lesung finden in dieser Wo-che statt und wenn auch noch der Bundesrat zustimmt, kann das Gesetz in Kraft treten.

Dann ist die Steuerbefreiung von Milchfahrzeugen erweitert – mit der Folge, dass sie künftig Gewebeproben zur Tierseuchenbekämpfung mittransportieren dürfen, ohne ihre Steuerbefreiung zu verlieren. Und das gilt für Milchsammelwagen von Molkereien und entsprechende Fahrzeuge von beauftragten Speditionen.

Na also, es geht voran.

Die Regierung schafft was.

Das Mierscheid-Gesetz gilt (leider) weiter

Das legendäre Mierscheid-Gesetz, 1983 zum ersten Mal von mir formuliert, lautet:

„Der Stimmenanteil der SPD bei Bundestagswahlen richtet sich nach dem Index der deutschen Rohstahlproduktion in den alten Ländern, gemessen in Millionen Tonnen.“

Die Zahlen der Rohstahlproduktion für 2009 liegen jetzt vor.

Das Bild sieht so aus:

Es stimmt also wieder. Ein Gesetz ist halt ein Gesetz.

Gelegentliche Abweichungen des SPD-Stimmenanteils von der Rohstahlproduktion erklären sich aus dem Lafontaine-Faktor: Lafontaine schadet der SPD.
1990 (4,9 %) von innen, 2005 (4,2 %) und 2009 (4,6 %) von außen.

Zum Trost:
Die Rohstahlproduktion steigt seit der zweiten Jahreshälfte 2009 wieder deutlich an.

100 Tage Muttis Truppe

  • Westerwelle
    Der Mann, der mit allen deutsch spricht.
  • Niebel
    Der Mann auf dem Posten, den er abschaffen wollte.
  • Rösler
    Prämien-Philipp, der sich aber noch keine verdient hat.
  • Brüderle
    Die alternative Energiequelle der Regierung: Windmaschine.
  • Leutheusser-Schnarrenberger
    Der Name ist das Längste, was man von ihr kennt.
  • Köhler
    Die innovative: Hochzeitsankündigung als familienpolitisches Programm.
  • Aigner
    Aus bayerischen Landen, immer frisch gesonnleitnert.
  • Schavan
    Das Nachtschattengewächs des Kabinettes.
  • Ramsauer
    Er schmeißt zwar nicht seinen Laden, dafür aber die Abteilungsleiter.
  • de Maiziere
    Hält sich selber für eine Verschlusssache.
  • Schäuble
    Nicht schwäbischer Tüftler, sondern badischer Grübler: Wie schafft man Schuldenabbau durch Einnahmeverminderung.
  • Röttgen
    Wechselstromer zwischen Kernenergie und Ökologie.
  • von der Leyen
    Serviert Ankündigungen, Koch ist ein anderer.
  • Guttenberg
    Schneidig; aber die Kavallerie war schon im 19. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß.

Sie streiten sich wie die Kesselflicker, aber den Kessel kriegen sie nicht geflickt. Es spendet ja auch nicht mehr Flick, sondern andere.

Am 9. Mai ist Muttertag. Es wird wohl nicht Mutti’s Tag.

Geheimplan BAHN/BND

Der BND zieht nach Berlin. Warum? Näher an Regierung und Parlament. Will er doch eigentlich gar nicht. Dahinter steckt mehr.

Ein großer Plan, eine große Rochade. Der BND erhält eine völlig neue Aufgabe: Er übernimmt den Berliner Nahverkehr, BND – Berliner Nahverkehr Dienstleister. Das Dienstleister ist neu. Denn der Berliner Nahverkehr, vornehmlich der der S-Bahn ist keine Dienstleistung, sondern eine Tortur. Sofern er überhaupt stattfindet.

Und die Bahn? Sie übernimmt die Aufgaben des BND.
Dafür ist sie qualifiziert.
Und nicht fürs Zugfahren.

  • Geheimhaltung
    Jeder, der einmal auf einem Berliner Bahnhof auf einen Zug gewartet hat weiß, wie gut die Bahn Informationen geheim halten kann.
  • Überwachung, Schnüffelei und Kontrollen
    Im letzten Jahr hat die Bahn ihre Qualitäten und Qualifikationen in diesem Bereich ausreichend unter Beweis gestellt.
  • Umgang mit Chaostagen
    Das muss die Bahn gar nicht lernen, das kann sie selbst inszenieren.
  • Arretierung und Festsetzung
    Ein Nachrichtendienst darf so etwas nicht. Die Bahn auch nicht. Aber sie ist dem BND voraus: Sie tut es und kann es. Sie lässt die Züge einfach auf freier Strecke stehen und die Leute nicht hinaus. Eine vielfach erprobte Methode.
  • Tätigkeit im Ausland
    Die Bahn will ins Ausland. In die Vereinigten Staaten, auf die arabische Halbinsel und sonst wohin. Zum Nachrichtensammeln, derzeit getarnt als Eisenbahn, was sie aber eigentlich nicht kann.

Die BAHN wird endlich offen BND. Und muss zur Tarnung nicht mehr diese blöde Eisenbahn unterhalten.

BAHN: Bundesagentur für hanebüchene Nachrichten