Humboldt und die Digitalisierung: Digitale Bildung für die Aneignung einer digitalen Welt – eine Begriffserklärung

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Wer über das Wissen verfügt, verfügt über die Macht – nach dieser Logik wird die Digitalisierung unsere Gesellschaft grundlegend und nachhaltig verändern, denn sie eröffnet freien Zugang zu Informationen und zum Wissen dieser Welt, bietet schnelle und niederschwellige  Wege für Kommunikation und Vernetzung und birgt dadurch das Potenzial einer neuen Verteilung von Macht. Nicht nur im Bildungssystem ist daher eine gewisse Unruhe und Abwehr gegen diesen im Kern emanzipatorischen Umbruch zu verspüren. Das ist verständlich, für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft ist diese Abwehr aber nicht hilfreich, und ich mache mir ernsthafte Sorgen um die Qualität der Debatte, wenn die Zielsetzung von mehr Medienbildung in unseren Schulen mit überzeichnenden Begriffen wie „Zwangsdigitalisierung“ oder „totale Computerisierung“ diskreditiert wird. Wir müssen uns, bei aller Hochachtung für die uns eigene gründliche und kritische Würdigung von Risiken, endlich mit den Chancen der Digitalisierung beschäftigen, die diese für die Wirtschaft, für Bildung und Wissenschaft und letztlich für die Zukunft unserer gesamten Gesellschaft birgt.
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Soziale Netzwerke politisch nutzen

Die Bedeutung von Facebook für erfolgreiche Kommunikation im Netz

Adam Conner, Strategieberater von Facebook in den USA, war im Januar in Berlin zu Besuch und informierte über Erfahrungen aus der Arbeit mit amerikanischen Politikerinnen und Politikern. Zu seinem Vortrag bei der Veranstaltung MeetFacebook gibt es bei uns im Blog jetzt eine kurze Zusammenfassung, die das Video in englischer Sprache ergänzt.

Für Erfahrungswerte mit sozialen Medien lohnt sich oft ein Blick über den großen Teich, denn technische Innovationen im Bereich der Social Media kamen dort bereits in den Wahlkämpfen 2008 und 2012 zum Einsatz. Barack Obama wurde unter anderem dank den Stimmen der jungen, netzaffinen Wählerinnen und Wähler im Amt bestätigt. In den USA sind schließlich schon mehr Wahlberechtigte auf Facebook online, als tatsächlich wählen gegangen sind. Soziale Netzwerke bieten daher die Chance, auch Nichtwähler zu mobilisieren. Für die Bundestagsfraktion und die Arbeit von Abgeordneten ist Facebook ein wichtiger Ort geworden, um mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen sowie über Inhalte und Veranstaltungen zu informieren.

Adam Connor, Public Policy Manager von Facebook, sprach auf dem zweiten MeetFacebook im Berliner BASE_camp darüber, wie im amerikanischen Wahlkampf Facebook als Werkzeug politischer Kommunikation erfolgreich genutzt wurde. Nicht alles kann dabei auf Deutschland übertragen werden. Doch die zentralen Analysen des Facebook-Strategen haben auch hier Relevanz.


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