MdB Mierscheid zu seinem 35-jährigen Dienstjubiläum

Jakob Mierscheid MdB

Das dienstälteste Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion, Jakob Maria Mierscheid aus Morbach im Hunsrück, feiert heute sein 35-jähriges Dienstjubiläum als Abgeordneter. Leider hat er niemanden zu seiner Feier eingeladen. Aber er hat uns allen eine Nachricht hinterlassen. Diese wollen wir Euch selbstverständlich nicht vorenthalten – in der Hoffnung, dass Mierscheid sich auch nach seinem „parlamentarischen Juso-Alter“, wie er selbst sagt, weiterhin zu Wort meldet.

 

Am 9. Dezember

gehöre ich dem Deutschen Bundestag seit 35 Jahren an.

Nachgerückt für Carlo Schmid, von dem ich mich nicht distanziere, genau 200 Jahre nach der Geburt meines berühmten Vorfahren Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, von dem ich das natürlich tue, jedenfalls in Teilen.

Ich verlasse jetzt das parlamentarische Juso-Alter.
Kein Grund zur Sorge.
Ich werde mich nicht ändern.

Haben sich unsere Alt-Jusos, die von 68 und die, die um so 68 sind verändert?
Nein, sagen sie selbst, sie seien sich treu geblieben.
Na ja. Sich selbst schon.

Ich sage Euch: Ich werde nicht altersmilde.

Bin doch kein Juso.

 

Über den Autor:

Die Figur Jakob Maria Mierscheid ist seit Dezember 1979 SPD-Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Mierscheid war Nachrücker – so ist es überliefert – des zuvor verstorbenen SPD-Abgeordneten und ehemaligen Staatsrechtlers Carlo Schmid. Er gilt als Archetyp des Hinterbänklers und ist auffällig geworden durch seine spitzfindigen Kommentierungen aktueller politischer Geschehnisse – und durch seine enormen Fehlzeiten im Parlament. Manche Kolleginnen und Kollegen haben ihn gar noch nie zu Gesicht bekommen. Aus dem „Off“ erinnert er die Abgeordneten von Zeit zu Zeit an „das wahre Leben“ – und das dürfe durchaus auch mal lustig sein.

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